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EDEKA Handelsgesellschaft

Konvergente Kommunikationsanlage

Beschreibung: Die EDEKA-Gruppe zählt mit 38,06 Mrd. Euro Umsatz, 10.834 Geschäften und knapp 250.000 Beschäftigten zu den grössten europäischen Handelsunternehmen und behauptet seit Jahren Platz eins im deutschen Lebensmittelhandel. Das Kerngeschäftsfeld der EDEKA ist das von Unternehmern geführte Supermarkt-Geschäft, das durch die Integration von SPAR weiter ausgebaut wird. Sieben Regionalgesellschaften beliefern knapp 11.000 Märkte nicht nur mit Waren, sondern führen auch eigene Produktionsbetriebe im Brot und Backwarensegment sowie im Fleischbereich. TELBA versorgte vier Standorte in NRW mit der kompletten IT Infrastruktur.

Objekt: Das Absatzgebiet der EDEKA Rhein-Ruhr mbH erstreckt sich über ganz Nordrhein-Westfalen sowie angrenzende Gebiete in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Mit mehr als 600 angeschlossenen Märkten zählt die EDEKA Rhein-Ruhr nicht nur zu den größten Lebensmittelanbietern der Region, sondern auch zu den größten Arbeitgebern. Die Regionalgesellschaft baut derzeit in Hamm-Rhynern eines der modernsten Logistikzentren Europas, das mit vollautomatischer Kommissioniertechnik ausgestattet sein wird. Mit diesem Projekt setzt die EDEKA Rhein-Ruhr mbH neue Maßstäbe im Bereich der Logistik.

Aufgabenstellung: In den vier Standorten Moers, Meckenheim, Essen und Hamm lag folgende Ausgangssituation vor: Jeder Standort telefonierte über eine klassische TK- Anlage unterschiedlicher Hersteller. Die TK-Anlagen in Moers, Meckenheim, Essen und Hamm waren nicht vernetzt. Einen einheitlichen Rufnummernplan gab es nicht. Die Servicekosten und die Betriebskosten für die einzelnen TK-Anlagen in den einzelnen Standorten stiegen rasant an. TELBA hatte bereits in der Vergangenheit als Dienstleister bei Planung, Implementierung und Betrieb der klassischen IT Infrastruktur Projekte erfolgreich umgesetzt. So war der Schritt auch im Bereich der klassischen Telekommunikationsdienste zusammenzuarbeiten nicht weit. Der Wunsch nach einer zentralen Kommunikationsanlage, die eine hohe Skalierbarkeit, höchste Verfügbarkeit, flexibles Management von allen Standorten, ausreichende Kurzwahlziele, Kostenreduzierung für standortübergreifende Gespräche und einfache Infrastruktur, einfaches Umzugsmanagement und einen einheitlichen Rufnummernplan bietet, war für die EDEKA Rhein-Ruhr ausschlaggebend.

Projektbeschreibung

Das Projektteam von TELBA setzte auf ein sanftes Migrationskonzept, um die getrennten Sprach- und Datennetze zu einem konvergenten Netz zusammenzufügen.
Der erste Schritt war die Modernisierung bzw. die Neuanschaffung des Datennetzes. In allen Außenstellen wurde die Netzwerkplattform aufgrund der hohen Anforderungen an Verfügbarkeit, Performance, Skalierbarkeit und Managebarkeit auf Basis von CISCO Komponenten mit Catalyst 6500 Switches im Backbone realisiert.
Die Telefonielösung besteht aus einer HiPath 4000 Kommunikationsplattform in Moers und mit mehreren abgesetzten Komponenten in den Außenstellen, die über die IP Distributed Architecture (IPDA) über die WAN Infrastruktur miteinander gekoppelt sind und so den Zugriff auf alle Leistungsmerkmale möglich machen. Insgesamt wurden rund 615 IPEndgeräte vom Typ Optipoint 420 installiert.
Das zentrale System, das sehr flexibel von allen Standorten gemanagt werden kann, verfügt über einheitliche Rufnummern und ausreichende Kurzwahlziele. Aufwändiges Umprogrammieren der Endgeräte, etwa beim Umzug von Mitarbeitern oder bei Neuinstallationen von Telefonen, entfallen, da die “Intelligenz” in der Siemens HiPath 4000 und nicht mehr im Endgerät liegt.
Durch die zentrale Verwaltung des Systems spart die EDEKA ca. 60% der bisherigen Kosten für die Administration der Telefonie.

Vorteile, die sich durch dieses Design der Infrastruktur ergeben, sind

  • Alle Kommunikationsdienste sind auf einer Plattform integriert (Voice/Voicemail, Fax, Email, SMS, etc.)
  • Zentrale Administration (z.B. Pflege des Kurzwahlspeichers)
  • Hohe Skalierbarkeit und Flexibilität (Umzugsmanagement und standortübergreifende Verwaltung von Lizenzen)
  • Einheitliche Applikationen in den Standorten (Erhöhung der Produktivität und Senkung der Schulungskosten)
  • Trotz des zentralen Managements können alle Systeme im Notbetrieb auch autark arbeiten. Alle vorhandenen Übertragungswege zwischen den Standorten können genutzt werden.
  • Einfache Integration zusätzlicher Dienste (IVR, Callcenter)

Leistungsfähig und ausfallsicher
Das von TELBA angebotene Konzept mit der HiPath 4000 V3.0 verfügt über eine gedoppelte Steuerung, redundante Stromversorgung und mehrere Survivability- und Zuverlässigkeitsoptionen für den Katastrophenfall und bei Ausfall von Hardware oder des IP-Netzes.
Es besteht eine Hot-Failover-Redundanz bei der EDEKA Rhein-Ruhr mbH. Das bedeutet, beim Ausfall der Komponente HG 3530 übernimmt übergangsweise eine andere HG 3530 die Funktion. Weiterhin befindet sich eine intelligente Survivable Unit in den Access Point AP 3700, die bei Ausfall des Hostrechners oder des IP-Netzsegments für das intelligente Überleben (Survivability) sorgt.
Für die Administration der angebotenen Systeme hat TELBA den HiPath 4000 Manager mit einer Lizenzvorleistung für 1.300 Ports vorgesehen. Enthalten sind die Module Configuration Management, API, SNMP-Proxy und Fault Management.

Zusammenarbeit soll ausgebaut werden
Die EDEKA-Standorte Moers, Meckenheim, Essen und Hamm verfügen nun über eine homogene Infrastruktur, ein einfaches, zentrales Management und eine erhöhte Leistungsfähigkeit für die Anforderungen moderner Anwendungen. Durch das große Engagement aller Beteiligten auf Seiten von EDEKA und TELBA und die hervorragende Zusammenarbeit konnte dieses ambitionierte Projekt nach Abschluss der detaillierten Planung in äußerst kurzer Zeit reibungslos durchführt werden. Weitere Töchter der EDEKA Rhein-Ruhr wie die Bäckerei Büsch und der Fleischhof Rasting zeigen ebenfalls reges Interesse an der Schaffung einer integrierten Kommunikationsplattform. Auch ein Servicevertrag für die neue TK-Anlage und den aktiven Komponenten soll noch abgeschlossen werden.

Auftraggeber: EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers

Projektdauer: 2006

Leistungen:

  • Implementierung einer VoIP-Anlage mit Siemens-Komponenten Architecture) mit ca. 200 Ports