Jüdische Gemeinde Wuppertal
Neue Verbindung geknüpft
Beschreibung: Am 8. Dezember 2002 wurde die Neue Bergische Synagoge in Wuppertal-Barmen eingeweiht. Damit bekamen nicht nur die 2.000 Mitglieder der jüdischen Gemeinde in der Stadt der Schwebebahn ein neues Gotteshaus; die neue Synagoge ist auch ein Zeichen für das Weiterleben der jüdischen Kultur in Deutschland. Synagoge und gegenüberliegendes Verwaltungsgebäude wurden von TELBA mit einer gemeinsamen Telekommunikations- und Datenanlage ausgestattet, die vor allem eins sein sollte: abhörsicher.
Objekt: Unter den über 80 jüdischen Gemeinden in Deutschland ist die im Bergischen Land am schnellsten gewachsen. In nur zwölf Jahren stieg die Anzahl der Mitglieder von 65 auf heute 2.000, wobei das starke Wachstum im Wesentlichen auf den Zuzug von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion zurückzuführen ist. Die Zuwanderung stellte die Gemeinde vor neue Herausforderungen. Soziale Beratung, Hilfe zur Integration und vor allem die Möglichkeiten zur Religionsausübung mussten als wichtigste Aufgaben der Gemeindearbeit gelöst werden. Das machte auch den Bau einer neuen Synagoge und weiterer Gebäude erforderlich, denn seit Mitte der 50er Jahre wurde lediglich der Speisesaal des seit 1913 bestehenden Altenheims als provisorische Synagoge genutzt. Ein geeignetes Gelände bot die evangelische Gemeinde, die der Jüdischen einen Teil ihres Grundstücks schenkte. Für die umfangreiche Gemeindearbeit mussten darüber hinaus Räumlichkeiten für eine effiziente Verwaltung geschaffen werden. Dafür wurde ein Wohnhaus gegenüber der Synagoge auf der anderen Straßenseite umgebaut.
Aufgabenstellung: Ein gemeinsames Telekommunikations- und Datennetz für zwei eigenständige, durch eine Straße getrennte Gebäude – das war die kundenspezifische Anforderung, die TELBA erfüllen musste.
Projektbeschreibung
Wichtigste Aspekte für den Einbau der Anlagen waren die Abhörsicherheit der hochsensiblen Gemeindedaten und eine kostengünstige, aber zukunftssichere Investition. Eine Kabelverbindung unter der Straße schied aus Kostengründen aus. Die Wireless-Übertragung per Funk kam wegen der Abhörmöglichkeit nicht in Betracht. Zwei TK-Anlagen sowie eigenständige Datennetzwerke ohne interne Verbindung hätten keine funktionelle Kommunikation erlaubt. TELBA fand jedoch eine wahrscheinlich weltweit einmalige Lösung: passive Laser in Kombination mit Glasfaserkabel.
Der Zukunft voraus
Diese technologische Lösung wurde von TELBA erstmals eingesetzt und funktioniert einwandfrei. Die Datenübertragung durch passive Laser auf den Gebäudedächern ist absolut abhörsicher, da es praktisch unmöglich ist, den Datenstrom im Moment der Sendung zwischen den Lasern abzufangen. Passive Laser sind wesentlich kostengünstiger und wetterunempfindlicher als aktive, da die gesamte Elektronik innerhalb des Gebäudes installiert ist. Mit 100 MB ist die Laserleitung für Voice und Daten mit normalen 2 MB-Festverbindungen zum Internet nicht zu vergleichen. In der Synagoge wurde eine klassische Alcatel-Office-Telefonanlage mit 16 Apparaten installiert, im Verwaltungsgebäude 8 IP-Endgeräte. Die Vernetzung der TK-Anlage und des Datennetzes erfolgt über Glasfaserkabel in den Gebäuden. Durch die IP-Technologie ist das System beliebig erweiterbar und damit absolut zukunftssicher. Neue Arbeitsplätze, zusätzliche Gebäude-Integration oder weitere Applikationen wie Unified Messaging oder Call Center sind kein Problem.
Mit Innovation und Know-how konnte TELBA alle spezifischen Anforderungen erfüllen: Kostensparende und zuverlässige Funktionalität durch ein Netz und einen Serverraum, höchster Datenschutz und neuester Technologiestandard. Voraussetzung für diesen Erfolg war nicht zuletzt auch die intensive Beratung und Planung mit der jüdischen Gemeinde im Vorfeld. Nur so können individuelle Lösungen zielorientiert und kundengerecht auf technologisch höchstem Niveau realisiert werden.
Auftraggeber: Jüdische Gemeinde Bergisch Land
Projektdauer: 2002
Leistungen:
- Laser vernetzte IT-Anlage
- Kommunikationsanlage

