Rheinbahn Düsseldorf
Läuft optimal
Beschreibung: Wirtschaftlichkeit und effektive Arbeitsprozesse stehen auch bei einem Verkehrsunternehmen im Vordergrund. Die Entwicklung und der Einsatz moderner Techniken leisten bei der Beförderung von Menschen einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität in der Großstadt. Moderne Technik ermöglicht den Mitarbeitern in der Leitstelle und den Betriebshöfen einen permanenten Überblick. Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, dass die Kommunikationstechnik stets auf dem neuesten Stand ist. Hier war das Know-how von TELBA gefragt.
Objekt: Die 1896 gegründete Rheinbahn gehört mit 3.200 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern in der Region Düsseldorf. Die Realisierung eines zukunftsfähigen Mobilitätsangebots für diesen wichtigen Wirtschaftsraum ist das Ziel. Über 670.000 Menschen nutzen täglich Busse und Bahnen. Knapp 3.000 Haltestellen sorgen für ein leicht zugängliches Verkehrssystem. Das gut ausgebaute Streckennetz umfasst eine Länge von fast 900 Kilometern. 115 Linien, auf denen mehr als 730 Fahrzeuge für Bewegung sorgen, stehen den Fahrgästen der Rheinbahn täglich zur Verfügung. Zahlreiche Zusatzverkehre kommen bei Großereignissen zum Einsatz. Zuverlässig, schnell und ökologisch – das sind die Kriterien, denen das Verkehrsunternehmen täglich von neuem gerecht werden muss.
Aufgabenstellung: TELBA erhielt den Auftrag für die Erneuerung der vorhandenen Telekommunikationstechnik, die Erweiterung um einen zusätzlichen Standort inklusive einer homogenen Vernetzungsstruktur und die Lieferung und Integration eines Unified Messaging Systems.
Projektbeschreibung
Als erster Schritt wurde von den TELBA-Experten in Kooperation mit einer Rheinbahn-Projektgruppe das Netzdesign entwickelt. Zwölf Standorte mit insgesamt 1.600 Teilnehmern im Stadtgebiet und im Regierungsbezirk Düsseldorf waren dabei zu berücksichtigen. Mit neuen TK-Systemen stattete das Team der Daten- und Kommunikationstechniker acht große und mittlere Standorte aus. Über abgesetzte Anlagenmodule werden weitere kleinere Organisationseinheiten betrieben. Das Corporate Network und das Management konnten komplett über LWL-Verbindungen realisiert werden, weil die Rheinbahn über eigene Netztrassen verfügt.
Individuelle Lösungen
Das zentrale Management-System für die Administration des gesamten Netzverbundes erfüllt die Kriterien einer gemeinsamen Voice- und Data-Management-Lösung. Für die Administration stehen drei Module zur Verfügung: Konfiguration Management, zentrales Adress- und Telefonbuch sowie Gebührenerfassung und Auswertung. Die Alarmkonfiguration und die Verkehrsstatistik lassen darüber hinaus Störungen und Engpässe im Vorfeld erkennen und so gezielt lösen.
Optimierung der Arbeitsprozesse
Die Implementierung eines Unified Messaging Systems für 800 Nutzer beschleunigt und optimiert die Arbeitsprozesse der Abteilungen. Für jeden Anwender des gesamten Rheinbahn-Netzverbundes gibt es eine einheitliche Journalführung im Lotus Notes Desk Top Client, welche die E-Mail-, Fax-, Voice-Mail- und CTI-Dienste integriert. Eine besondere Herausforderung war die Systemintegration in die bestehende Softwarestruktur der Office-Umgebung und des Warenwirtschaftssystems der Rheinbahn. Zudem mussten die verschiedenen Dienste für alle Standorte im LAN/WAN-Netzwerk bereitgestellt werden.
Die Integration ist exakt auf die Erfordernisse der Abteilungen zugeschnitten. So können zum Beispiel Bestellungen oder die Korrespondenz des Einkaufs per Fax direkt aus der SAP-Anwendung versandt werden. Ein gemeinsamer Server mit CSTA Multi-Link- Fähigkeit für alle TK-Systeme in CN stellt die CTI-Funktionen zentral am Standort Hansa-Allee bereit – für 800 Teilnehmer. Gruppendatenbanken über die CTI-Funktionen sind abteilungsspezifisch unter Lotus Notes integriert. Für die Mitarbeiter der Rheinbahn macht diese Integration Telefonieren komfortabel: Der Anwender löst den Verbindungsaufbau aus bestehenden Datenbanken aus. Wird er selbst angerufen, bekommt er mittels Pop Up die Informationen zum Anrufer und kann sich so schnell und kompetent auf das jeweilige Gespräch einstellen.
Umschalten bei laufendem Betrieb
Pünktlich zum Probebetrieb des neuen U-Bahntunnels in Düsseldorf-Oberbilk kam es insbesondere auf die Anbindung der Streckentelefone im Tunnelbereich an den Leitstand an. Aber auch die gesamte Kommunikationstechnik der Rheinbahn umzuschalten und in Betrieb zu nehmen war eine Herausforderung: Das Unternehmen Rheinbahn arbeitet rund um die Uhr, Busse und Bahnen rollen 22 Stunden am Tag. Prioritäts- Nebenstellen, Streckentelefone in Tunnelbereichen und Überleiteinrichtungen für den Funkbetrieb konnten nur nachts um zwei Uhr umgeschaltet werden. Für den neuen Betrieb müssen sie ab vier Uhr wieder laufen. Ein knapper Zeitplan also, der sensibles Timing erforderte.
Mit der neuen Kommunikationstechnik verfügt die Rheinbahn über eine TK- und IT-Infrastruktur, die effizientes und professionelles Arbeiten – ganz im Sinne zeitgemäßer Kundenorientierung – ermöglicht.
Auftraggeber: Rheinische Bahngesellschaft AG Düsseldorf
Projektdauer: 2001
Leistungen:
- TK- und IT-Infrastruktur
- Einbau des TK-Systems OmniPCX 4400 von Alcatel
- Unified Messaging System MRS (Cycos)

