THE SQUAIRE
Höhenflug mit Netz und doppeltem Boden
Beschreibung: Dem neuen Wahrzeichen des Frankfurter Flughafens liegt ein visionäres Konzept zugrunde. Architektur und Anspruch, Philosophie und Platzangebot dimensionieren "THE SQUAIRE" zu einem Projekt der Superlative. Das dazugehörige Sicherheitskonzept führt dieses Niveau fort - und stammt von TELBA.
Objekt: 660 m lang ist die Plattform über dem Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens, auf der „THE SQUAIRE“ sich in den Himmel hebt. Das Bauwerk, in dem ab Sommer 2011 eine NEW WORK CITY pulsiert, bietet auf 140.000 m2 diversen Unternehmen Platz, abgerundet durch ein vielfältiges Angebot aus den Bereichen Gastronomie, Retail und Medical sowie Wellness und Fitness. Ein Umfeld also, das wie geschaffen ist für persönliche Begegnungen, Wissensaustausch und das Netzwerken mit Kunden und Mitarbeitern. Dieser Anspruch findet sich, neben dem Hinweis auf die zentrale Lage am Verkehrsknotenpunkt Frankfurter Flughafen, auch im Namen wieder, einer Zusammensetzung der englischen Wörter „square“ (öffentlicher Platz ) und „air“ (Luft).
Aufgabenstellung: Die Konzeption und Installation der Brandmeldeanlagen, Elektroakustischen Anlagen (ELA), der Fluchttürsteuerung und der Videoanlagen von „THE SQUAIRE“ – hinter dieser so knapp formulierten Aufgabenstellung verbirgt sich ein Projekt von außerordentlicher Komplexität. Nicht nur die Größe des Gebäudes, sondern auch seine vielschichtige Architektur und die unterschiedlichen Nutzungsformen sind dabei eine besondere Herausforderung.
Projektbeschreibung
Herzstück des Gesamtsicherheitskonzeptes ist eine Brandmeldezentrale, in der die miteinander vernetzten Gewerke des gesamten Bauwerkes zusammengeführt werden. Sie steuert – zum Teil dynamisch – neben den Feuerwehr-Tableaus und den damit verbundenen
Interventionskräften auch die komplette Mess-, Schalt- und Regel-Technik, wenn Brandmelder im Notfall den Alarm auslösen.
Brandschutz mit System
Der von außen homogen gestaltete Bau beherbergt in seinem Innern fünf Atrien. Sie erstrecken sich über fünf der insgesamt neun Stockwerke und werden durch vierstöckige Brücken mit Bürobereichen unterteilt. Somit ist eine verzweigte Gebäudestruktur entstanden, die eine strikt systematische Zielführung der Feuerwehr erfordert. Zu diesem Zweck installiert TELBA zur Zeit drei Übertragungseinrichtungen, die Einsatzkräfte direkt zum betroffenen Gebäudeteil lenken. Davon verfügen zwei – ebenso wie das Centermanagement der Hausfeuerwehr – über Steuerungs- und Meldefunktionen für den gesamten Bau. In den hier eingesetzten Gefahrenmanagementsystemen und Feuerwehranzeige-Tableaus laufen sämtliche Informationen der Brandmelde- und Alarmierungsanlage, des Fluchtwegesystems und der Videoanlage zusammen. Ebenso können alle Komponenten unabhängig ihres Montageortes angesprochen werden.
Pannen ausgeschlossen
Um eine versehentliche Ausweitung auf benachbarte Segmente auszuschließen,
werden die Tableaus der 18 Feuerwehr-Gebäudezugänge lediglich
mit Anzeige-, Bedien- und Steuermöglichkeiten für den jeweils betroffenen
Gebäudeteil ausgestattet. Sie enthalten unter anderem ereignisgesteuerte
Feuerwehr-Einsatzkarten, mit deren Hilfe Rettungskräfte sofort zum Störungsort
vordringen und dort die entsprechenden Maßnahmen einleiten können.
Bedarfsgerecht abgestimmt
Ebenfalls differenziert auf die jeweiligen Gegebenheiten abgestimmt sind die Brandmelder. So werden beispielsweise für die Flächenüberwachung und unter den Abhangdecken OT-Multisensormelder eingesetzt, für die Zwischendecke im Ballsaal und die Traforäume dagegen Rauchansaugsysteme. Im Atrium werden Lichtstrahlrauchmelder installiert, die entweder direkt über die Brandmeldeanlage warnen, oder an die Sprühflutanlage gekoppelt sind und diese gemeinsam mit dem Alarm auslösen.
Mehrfach abgesichert
Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, verfügen sämtliche Komponenten über zusätzliche Sicherungssysteme. So wurden beispielsweise die Schallzeilen des Atriums mit doppelten Linien auf unterschiedliche Verstärker gelegt. Eigene Netzteile und eine Notstromversorgung gewährleisten im Falle eines Stromausfalls die fortlaufende Funktionalität der Rettungswegzentralen, wobei USV-Anlagen die Switche stützen. So sind die Gebäude weiterhin verschlossen, bis die SV-Anlage die Versorgung übernimmt.
Die potentialfreie Koppelung verschiedenster Anlagenteile, ein hochleistungsfähiges ESSERNET-Netzwerk, und, und, und – das Projekt „THE SQUIARE“ bietet noch zahlreiche weitere Facetten und ist derzeit noch in vollem Gange. Wir sind stolz darauf, dass wir unsere Erfahrung und unser Fachwissen in seine Realisierung mit einbringen dürfen.
Auftraggeber: The Squaire
Projektdauer: Eröffnung 2011
Leistungen:
- Brandmeldeanlagen:
- 3 Übertragungseinrichtungen
- 30 Brandmeldezentralen
- 28 Lageplantableaus
- Über 6.500 Laufkarten
- Über 9.600 automatische Melder
- Über 600 Druckknopfmelder
- Über 700 Koppler
- Über 1.000 Meldersockel
- mit Relais
- Über 100 km Kupfer-Leitungen
- Über 3 km LWL-Verbindungen
- ELA:
- 6 Zentralen
- Über 150 Verstärker
- Über 7.900 Lautsprecher
- Über 160 km Kupfer-Leitungen
- Über 2,8 km LWL-Verbindungen
- Fluchttürsteuerung:
- Über 200 Fluchttürterminals
- Über 150 SVPs
- Über 90 km Kupfer-Leitungen
- Über 3,5 km LWL-Verbindungen
- Video:
- Über 160 Kameras
- Über 40 4-Kanal Videoencoder
- Über 50 km Koaxial-Leitungen
- Über 50 km Kupfer-Leitungen
- Über 1 km LWL-Verbindungen

